… in der Kapelle, Trauerhalle

Trauerhallen und Friedhofskapellen ähneln in ihrem akustischen Verhalten in der Regel älteren Kirchbauten. Glatte Wände, hohe Decken und wenig ‚Einbauten‘, zudem Holzbänke oder einfache Holzstühle provozieren eine Vielzahl von Schallreflexionen. Das Ergebnis ist eine sehr hohe Nachhallzeit. Vor kurzem hatten wir in einer gar nicht so großen Friedhofskapelle eine Nachhallzeit von über 6 Sekunden gemessen. Dies ist ein Wert, der jegliche Sprachverständlichkeit zunichte macht. Die gesetzlichen Vorgaben für Räume mit Mischnutzung (Sprache und Musik) liegen berechtigterweise bei unter 2 Sekunden.

Die Folge ist, es muß sehr langsam gesprochen werden, ansonsten verstehen die Zuhörer kein einziges Wort.

Ist der Raum so groß, dass das gesprochene Wort elektronisch verstärkt werden muss, sind bei der Wahl der Lautsprecher ähnliche Kriterien wie in der Kirchenbeschallung zu berücksichtigen.

Erschwerend zeigt sich, dass hier Anlagen häufig gar nicht fest installiert, sondern nur bei Bedarf aufgestellt werden.

So ergeben sich – abegesehn von festen Installationen – zwei mögliche Ansätze:

1.

Die Wahl eines stark vertikal bündelnden Laustprechers ähnlich den Schallzeilen in der Kirchenbeschallung. Hier aber mit direkt eingebautem Verstärker, sodass nur der Lautsprecher und die Mikrofone gestellt werden müssen.

Aus der Vielzahl der in Frage kommenden Systeme haben wir zwei ausgesucht:

► die aktive, mobile Beschallungsanlage Mojo 500
ein Kompaktsystem mit kleinen Mischer und Blutooth – Schnittstelle

► die aktive Lautsprechersäule K4
ein Zeilenlautsprecher mit eingebautem kleinen Mischer und
einer DSP (digitalen Steuerung), wie sie auch in großen Anlagen vorzufinden ist

2.

Kleine Kompaktboxen, die im Raum verteilt aufgestellt werden und jeweils eine Zuhörergruppe fokusieren. Der Gesamtlautstärkepegel bleibt so niedrig, viele Zuhörer befinden sich im Direktschallbereich eines der Lautsprecher (Bereich, in dem das Lautsprechersignal noch lauter ist als der allgemeine Hallpegel)

Als ideal haben sich hier die kleineren, funkbetriebenen Akkuboxen von Mipro erwiesen